Hypnose bei

Depressionen

 

und

Burnout

Depressionen

Eine Depression ist eine psychische Erkrankung, die sich in zahlreichen Beschwerden äußern kann. Eine anhaltende gedrückte Stimmung, eine Hemmung von Antrieb und Denken, Interessenverlust sowie vielfältige körperliche Symptome, die von Schlaflosigkeit über Appetitstörungen bis hin zu Schmerzzuständen reichen, sind mögliche Anzeichen einer Depression.

Depressionen treten in allen Lebensaltern auf. Die Wahrscheinlichkeit im Laufe des Lebens eine Depression zu entwickeln, beträgt zwischen 7 und 18%. Frauen sind etwa doppelt so häufig wie Männer betroffen. Die Dunkelziffer ist vermutlich noch viel höher, da viele Depressionen „maskiert“ auftreten und auch die Symptome bei Männern oft unterschiedlich zu denen der Frauen sind. So stehen bei Männern oft Aggression, Wutgefühle und Suchterkrankungen im Vordergrund.

Hauptsymptome:

  • Gedrückte Grundstimmung, tiefe Traurigkeit & Niedergeschlagenheit, Interessenverlust & Freudlosigkeit, Antriebslosigkeit und Energielosigkeit, oft schon nach kleinen Anstrengungen

  • Konzentrations- & Entscheidungsschwierigkeiten, Mangelndes Selbstwertgefühl & Selbstvertrauen.

  • Schuldgefühle & ständiges Grübeln, Gefühle von Wertlosigkeit & Überforderung, Negative & pessimistische Gedanken an die Zukunft, innere Leere, Rückzug von Freunden & Angehörigen.

  • Suizidgedanken oder Suizidhandlungen, Angst und Unruhe, Verlust von sexuellem Interesse.

  • Körperliche Symptome wie: Müdigkeit, Erschöpfung & Energielosigkeit, Schlafstörungen, Veränderung der Essgewohnheiten, meist Appetitlosigkeit, Gewichtsverlust oder -zunahme, Kopfschmerzen, Rückenschmerzen, Magen-/Darmbeschwerden, Gliederschmerzen, ungewöhnliche Langsamkeit, erhöhte Schmerzempfindlichkeit.

Endogene Depressionen und Hypnose:

Als sehr schwierig, häufig sogar gänzlich wirkungslos und im schlimmsten Fall Symptom verschlechternd hat sich die Behandlung von endogenen Depressionen (z.B. organische Depressionen: Gendefekt, Hormonstörung, Vergiftungserscheinungen u.a) mit Hypnose erwiesen.

Grundsätzlich können auch endogene Depressionen mit Hypnose behandelt werden, allerdings sind hier zum teil abweichende Herangehensweisen sinnvoll und wir werden nicht solche behandelt. Also, fällen doch zumeist um neurotische Depressionen und nicht um endogene Varianten.

 

Liegen also endogene / organische Depressionen vor, sollte Einsatz der Hypnose am besten nur im klinischen Umfeld; um gegebenenfalls medikamentös intervenieren zu können.

 

Als reaktive Depressionen bezeichnet man Depressionen, die im Gegensatz zu endogenen Depressionen keine organische Ursache haben. Sie können bspw. in Folge sehr einschneidender oder trauriger Ereignisse (Arbeitsplatzverlust, Tod eines Verwandten, Fehlschlagen einer Beziehung...), aber auch anhaltenden Drucks (dauerhaft zornig Vorgesetzter, Arbeitsplatzgefahr, Überschuldung, familiäre Problemsituationen) auftreten und sind eher als Verhaltensstörung denn als eigenständige, von äußeren Rahmenbedingungen unabhängige Erkrankung (wie die endogenen Depressionen) zu sehen.

 

 

Bei der Behandlung reaktiver Depressionen bringt die Hypnose Behandlung regelmäßig hervorragende Ergebnisse und eben diese Ergebnisse sind es auch, die der Hypnose eine so gute Reklame in Bezug auf ihre Wirksamkeit bei der Behandlung von Depressionen einbrachten.

Merke:

  • Bei schweren Depressionen ist eine Behandlung mit Antidepressiva erste Wahl und oft eine stationäre Behandlung notwendig.

  • Bei mittelgradigen Depressionen hat man zwischen Antidepressiva, Psychotherapie oder eine Kombination aus beiden.

  • Bei leichten Depressionen sind in der Regel keine Medikamente erforderlich. Hier liegt das Haupteinsatzgebiet psychotherapeutischer Interventionen (zB Hypnose Behandlung).

  • Für die Behandlung von leichten bis maximal mittleren Depressionen sei die Hypnose Behandlungen ebenfalls gut geeignet. Der Patient sehe seine biografische Entwicklung der Depression und ihm werde bewusst, wann er gegen seinen Willen und seine Bedürfnisse gehandelt habe. Die Zusammenhänge zwischen der Entwicklung der Depression und der Lebensgestaltung verdeutlichten sich. In der Behandlung entwickele der Patient ein Gefühl für seine Möglichkeiten und Potenziale, die ihm helfen, aus der Depression herauszufinden.

  • "Deep State" / hypnotische Tiefenentspannung werden bei der Behandlung von Depressionen vor allem bei reaktiven Depressionen oder bei Depressionen, die mit Erregungszuständen einher gehen genutzt.

  • Die Psychopharmaka können das Nervensystem so beeinflussen, dass die Wirkung der Hypnose nur schwer einzuschätzen ist und oft werden sie aufgrund Störungen verabreicht, bei denen der Einsatz von Hypnose nicht angebracht ist.

Burnt-Out

Der Begriff Burnout kommt aus dem Englischen und steht für "Ausgebrannt, totale Erschöpfung". Ein solcher Zustand kann jeden treffen. Lehrer leiden darunter ebenso wie z.B. Manager, Krankenschwestern, Alleinerziehende, Rentnern, Arbeitlos, Hausfrauen oder Studenten können sich die Energieakkus leeren fühlen

Zuerst beschrieben wurde die Krankheit bei ehrenamtlichen Helfern sowie Personen, die in Heil- und Pflegeberufen arbeiten.

Stress ist eine Situation, die für den individuellen Menschen unangenehm ist und die er nicht vermeiden oder beeinflussen kann, weil ihm die entsprechende Kompetenz oder Ressource fehlt.

Die Situation erscheint unkontrollierbar und löst ein Gefühl der Hilflosigkeit aus. Hilflosigkeit und Ohnmacht sind der größte Stress für Menschen. Das bedeutet, dass der Stress entsteht nicht durch eine bestimmte Situation, sondern aus unseren Gedanken über die Situation und die Bewertung derselben.

Die äußeren Bedingungen müssen nicht verändert werden, um den Burn-out zu behandeln, sondern die innere Realität muss bekannt und verarbeitet sein. Erst dann kann man mit der äußeren Realität in einen gleichberechtigten Dialog eintreten. Deswegen hilft es meistens nichts den Job zu wechseln.

Burn-out entsteht nicht im Verstand und kann nicht allein über den Verstand gelöst werden. Viele Betroffene wissen sogar theoretisch, wie sie sich im Sinne der eigenen Gesundheit verhalten müssten (die Intelligenz ist bei Burn-out Patienten meist das geringste Problem) und scheitern genau daran, dass sie nicht über die rationale Ebene hinausgehen.

Symptome:

Tiefe Erschöpfung, keine Möglichkeit "abzuschalten", psychosomatische Beschwerden, Gefühl mangelnder Anerkennung, Distanziertheit, Zynismus, Leistungseinbußen. Sie äußern sich emotional, psychisch und in der geistigen Leistungsfähigkeit, können aber auch in Form psychosomatischer Beschwerden auftreten. Jeder Betroffene zeigt ein individuelles Muster von Symptomen und Beschwerden. Diese verändern sich abhängig von der Phase der Erkrankung. Hauptsymptom von Burnout ist jedoch ein Gefühl tiefer Erschöpfung.

In der Anfangsphase eines Burnouts steckt der Betroffene meist extrem viel Energie in seine Aufgaben, aber nicht mehr abschalten können, sich nicht mehr richtig erholen, sind weniger leistungsfähig und müssen dann noch mehr Kraft aufwenden, um Ihre Aufgaben zu bewältigen. Damit beginnt ein Teufelskreis.

Dann, kommt eine 2. und 3. Phase, wann die Betroffenen erwarten, dass ihnen für ihren großen Einsatz etwas zurückgegeben wird. Werden sie enttäuscht, rutschen sie in eine starke Frustration. Die Fähigkeit zum Mitgefühl und zur Anteilnahme für Andere (Empathie) nimmt ab. Auswirkungen oft auch auf das Familienleben aus. Die Betroffenen stellen immer größere Anforderungen an ihren Partner, ohne etwas zurückzugeben.

Emotionale Reaktionen kommen:  Depressionen, Aggressionen, Schuldzuweisungen. Sie geben die Schuld dafür entweder der Umwelt oder sich selbst. Ersteres führt eher zu Aggressionen und letzteres trägt zu einer depressiven Stimmung (Gefühl der Ohnmacht und Hilflosigkeit, Gefühl innerer Leere, bröckelndes Selbstwertgefühl, Pessimismus, Angstzustände, Niedergeschlagenheit, Antriebslosigkeit).

Dann kommt einer 4., 5. und 6. Phase und die Betroffenen machen häufiger Flüchtigkeitsfehler oder vergessen Termine, Unfähigkeit, komplexe Aufgaben zu bewältigen; undifferenziertes Schwarz-Weiß-Denken. Der Energiemangel führt auch zu einem emotionalen Rückzug.

Auch kommen Psychosomatische Reaktionen: Schlafstörungen und Albträume, Muskelverspannungen, Rückenschmerzen, Kopfschmerzen, erhöhter Blutdruck, Herzklopfen und Engegefühl in der Brust, Übelkeit und Verdauungsbeschwerden (Erbrechen oder Durchfälle), sexuelle Probleme, starke Gewichtszunahme oder -abnahme infolge veränderter Essgewohnheiten, verstärkter Konsum von Nikotin, Alkohol oder Koffein, erhöhte Infektionsanfälligkeit.

Am Ende: Verzweiflung. Gefühl der Hilflosigkeit zu einer generellen Hoffnungslosigkeit. Das Leben scheint in dieser Phase sinnlos und es tauchen Suizidgedanken auf.

Vorbeugen: eigene Bedürfnisse wahrnehmen, Stressmanagement, Perfektionismus abbauen, klare persönliche Ziele definieren und verfolgen, gute Selbstakzeptanz aufbauen, soziale Kontakte, gesunder Lebensstil.

Wen trifft ein Burnout?

Grundsätzlich kann es jeden treffen, dennoch reagiert jeder anders auf Belastungen. Insbesondere Menschen mit einem hohen Leistungsmotiv, viel Engagement und ausgeprägtem Ehrgeiz, sehr selbstkritisch oder unsicher bzw. schlecht „Nein“ sagen können, sind gefährdet. Aber auch viele Burnout-Prozesse starten, wenn sich die Lebenssituation grundsätzlich ändert. Das kann der Studienanfang, Berufseinstieg, Jobwechsel oder neuer Vorgesetzter sein.

Sie sind viele Gründe in die Arbeit oder in soziale oder/und im Privatleben, Selbstüberforderung oder Stress durch äußere Umstände.

Folgende Strategien können Ihnen dabei helfen:

Stressmanagement und Entspannungstechniken: wie Autogenes Training, Progressive Muskelentspannung, Atmungsübungen, Meditation (Achtsamkeitsübungen).

Gezielte Entspannung: Das Gedankenkarussell auf Kommando abschalten können nur die Wenigsten. Doch gezielte Entspannung kann man lernen.

Selbstaufmerksamkeit: Burnout kommt meist unbemerkt. Befragen Sie sich regelmäßig selbst, wie viel Stress Sie haben und wie zufrieden Sie mit Ihrem Leben sind.

 

Klare Lebensziele definieren: Finden Sie heraus, welche Ziele ihnen im Leben wirklich wichtig sind. So können Sie Ihre Energie gezielt einsetzen. Nur so verzetteln Sie sich nicht in kräftezehrenden Projekten, die Sie letztlich nicht zufrieden stellen.

Stärkung der Selbstakzeptanz: Menschen mit einer starken Selbstakzeptanz haben auch ein Selbstbewusstsein, das von Erfolgen unabhängig ist. Damit schwindet die Gefahr des Überengagements und des Gefühls, ausgebeutet zu werden.

 

Gesunde Lebensweise: Dazu gehören eine ausgewogene Ernährung, vor allem aber regelmäßiger Sport und viel Bewegung - dies hilft beim Stressabbau. Schränken Sie den Konsum von Aufputschmitteln (z.B. Nikotin, Koffein) oder Genussmitteln (z.B. Alkohol, Zucker) ein. Auch eine gesunde Lebensweise kann Burnout vorbeugen.

 

Hilfe suchen: Falls Sie bei sich über einen längeren Zeitraum ein erhöhtes Stresslevel oder typische Symptome von Burnout bemerken, sollten Sie sich unbedingt an einen Arzt, Psychotherapeuten oder Hypnose wenden. Je früher ein Burnout erkannt wird, desto besser sind die Heilungschancen.

Ein Ziel der Burnout-Behandlung ist es also, die problematischen Muster zu erkennen und schrittweise zu verändern.

Merke:

 

  • Wenn erste Symptome wie zum Beispiel anhaltende Müdigkeit, Erschöpfung oder Schlafstörungen auftreten, suchen Betroffene meist zuerst den Hausarzt auf. Dieser wird in einem Anamnesegespräch den Patienten nach seinen Beschwerden und besonderen Belastungen befragen.

  • Durch weitere Untersuchungen kann der Arzt eine körperliche Ursache der Beschwerden ausschließen. Denn unerklärliche Müdigkeit und Erschöpfung können zum Beispiel auch auf eine Fehlfunktion der Schilddrüse oder eine andere schwerwiegende körperliche Erkrankung hinweisen. Dies lässt sich unter anderem im Rahmen einer Blutuntersuchung feststellen.

  • Erhärtet sich aber der Verdacht auf Burnout, wird der Hausarzt Sie an einen Spezialisten weiterverweisen. Das ist in diesem Fall ein psychologischer oder ärztlicher Psychotherapeut.

  • Die Symptome von Burnout überschneiden sich mit denen anderer Störungen wie zum Beispiel dem chronischen Müdigkeitssyndrom (Fatigue). Vor allem aber bestehen Überschneidungen mit der Depression.

  • Viele der Symptome von Burnout, insbesondere die tiefe emotionale Erschöpfung, sind tatsächlich auch für Depressionen kennzeichnend. Auch Anzeichen wie Interessens- und Motivationsverlust sind gleichfalls Merkmale einer Depression, aber das allgemein angeschlagene Selbstwertgefühl, das viele Depressive belastet, ist wiederum nicht typisch für Menschen mit Burnout.

  • Neben psychotherapeutischer Unterstützung können auch Medikamente Hilfe bei Burnout bringen – insbesondere, wenn schwerere depressive Symptome auftauchen.

  • Bei der Arbeit mit Menschen mit Depressionen und Burn-out, individuell auf den Klienten beziehen ist.

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